TeachFOCUS-Ratgeber · KI im Unterricht · 2 Min. Lesezeit
KI und Datenschutz in der Schule
Für eine gute KI-gestützte Unterrichtsplanung sind selten personenbezogene Daten nötig. Entscheidend ist, nur den pädagogisch relevanten Kontext zu beschreiben und Angaben so zu verallgemeinern, dass kein Kind identifizierbar wird.
Kurz gesagt
- Keine Klarnamen, Kontaktdaten oder vollständigen Diagnosedokumente eingeben.
- Pseudonyme und planungsrelevante Merkmale reichen für Differenzierung aus.
- Zusätzlich gelten die Datenschutz- und KI-Vorgaben der eigenen Schule und des Bundeslands.
So wenig Daten wie möglich
Die KI muss nicht wissen, welches konkrete Kind gemeint ist. Für die Planung genügt etwa: „Pseudonym K3, braucht kurze schriftliche Aufträge und einen Wortspeicher“. Name, Geburtsdatum, Adresse, Elternkontakte oder ein eingescanntes Gutachten verbessern den Unterrichtsvorschlag nicht und gehören nicht in die Anfrage.
Auch Kombinationen können identifizierbar sein. Vermeiden Sie deshalb seltene persönliche Ereignisse, genaue medizinische Verläufe oder andere Details, die eine Person in der Schulgemeinschaft eindeutig erkennbar machen.
Geeignete und ungeeignete Angaben
Planungsrelevant und pseudonym ist besser als vollständig und persönlich.
- Geeignet: Jahrgang, ungefähre Klassengröße, Lernniveau, Sprachstand, wirksame Hilfen
- Geeignet: ausgewählter Förderbedarf, wenn er für diese Stunde wirklich relevant ist
- Nicht geeignet: Klarname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Privatadresse
- Nicht geeignet: Zeugnisse, Förderpläne, Gutachten oder Gesprächsprotokolle im Original
- Nicht geeignet: erfundene oder ungeprüfte Beobachtungen über einzelne Kinder
Schulische Regeln beachten
Datenschutz ist nur ein Teil der Entscheidung. Schulen und Bundesländer können zusätzlich festlegen, welche KI-Dienste auf Dienstgeräten eingesetzt werden dürfen, wie Ergebnisse gekennzeichnet werden oder ob eine Freigabe notwendig ist. Prüfen Sie deshalb das Medienkonzept und die dienstlichen Vorgaben Ihrer Schule.
Bei Unsicherheit sollten Sie die Anfrage stärker verallgemeinern oder auf personenbezogene Angaben ganz verzichten. Eine gute Unterrichtsidee lässt sich fast immer ohne identifizierende Daten ausarbeiten.
Datenschutz in TeachFOCUS
TeachFOCUS ist auf pseudonyme Klassenprofile ausgelegt und erinnert daran, keine Klarnamen einzugeben. Ohne Anmeldung bleiben gespeicherte Planungen lokal im Browser; KI-Funktionen benötigen für die jeweilige Anfrage eine Internetverbindung. Welche Daten verarbeitet werden, steht ausführlich in der Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen
Darf ich einen Förderplan hochladen?
Geben Sie stattdessen nur die für die konkrete Stunde nötigen, pseudonymen Merkmale ein. Vollständige persönliche Dokumente sollten nicht an eine KI übermittelt werden.
Reicht ein Kürzel statt des Namens?
Nur wenn das Kürzel außerhalb Ihres geschützten Arbeitskontexts keine Person erkennen lässt. Neutrale Pseudonyme wie K1 oder Lernprofil A sind sicherer.
Aus dem Grundsatz wird Unterricht
Lesen Sie, welche Daten TeachFOCUS verarbeitet und wie lokale sowie gespeicherte Daten behandelt werden.
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